Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg Landeswehre, auf dessen Ruinen das Schloss Landsberg in den Jahre 1836 bis 1840 erbaut wurde, im Jahr 1129. In dieser Zeit diente die Burg Landeswehre dem Schutz der Handelsstraßen nach Würzburg (Hohe Straße) und Fulda (Frankfurter Straße), der Werratalstraße Richtung Salzungen, der Werrafurt bei Walldorf und dem Zugang nach Meiningen. Am Fuß des Berges befand sich auch ein Gutshof. Unbewohnbar wurde die Burg Landeswehre als am 13. Mai 1525 Bauernhaufen werraaufwärts zogen und sie bis auf den Bergfried und Teile der Mauer zerstörten. Der Turm auf der Südwestseite der Schlossanlage wurde etwas später zur Gewinnung von Baumaterial gespengt und neigte sich daraufhin zur Seite. Die Reste des Turmes sind bis heute erhalten und in die Schlossanlage intigriert.
Im Jahr 1836 kaufte der regierende Herzog von Sachsen-Meiningen,
Bernhard II. Erich Freund, den Hof Landsberg und die dazugehörigen Grundstücke mit dem Gutshof und ließ bis 1840 unter Leitung des Architekten
August Wilhelm Döbner ein neues Schloss im neugotischen Stil nach dem Vorbild englischer Adelssitze errichten. Zu einer im schweizerischen Stil gehaltenen Meierei mit Scheunen, Ställen, Remise und Herrenhaus wurde der Gutshof bis in das Jahr 1842 um- und ausgebaut. Das Schloss ist ein neugotisches Bauwerk, das englische Adelssitze des 19. Jahrhunderts zum Vorbild hatte. Es besteht aus drei Teilen, dem eigentlichen Schloss mit drei Türmen, dem Torhaus sowie dem Haus des Schlossverwalters. Die Anlage ist von einer zinnenbekrönten Mauer umgeben.
Schloss Landsberg war bis zum Ersten Weltkrieg ein beliebtes Ausflugsziel. Bis ins Jahr 1945 war es in Privatbesitz und für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Nach 1945 wurde es kurzzeitig als Seniorenheim und Bildungseinrichtung genutzt. Seit den 1960er Jahren betrieb die Handelsorganisation der DDR im Schloss eine Ausflugsgaststätte. In den Jahren 1975 bis 1978 wurde das Schloss zu einem Luxus-Hotel umgebaut. Von 1991 bis 1996 befand sich das Schloss im Besitz von
Prinz Friedrich-Ernst von Sachsen Meiningen, der den Hotelbetrieb weiterführte. Heute wird das Hotel von der Meininger Hotels mit Flair GmbH betrieben. Es verfügt über insgesamt 13 Doppelzimmer und 7 Suiten, darunter eine Hochzeitssuite, die alle mit Ausnahme der Zimmer im Dachgeschoss per Lift erreichbar sind. Alle Zimmer sind mit Dusche oder Bad, WC, Fön, Telefon, TV mit Radio-Wecker und Minibar ausgestattet und sind luxuriös und individuell eingerichtet. Sie verfügen weiterhin über einen ISDN-Anschluss und W-Lan-Internetzugang. In den Suiten stehen den Gästen zusätzlich Bademäntel und Regenschirme zur Verfügung. Zum Hotel gehören die Restaurants „Rittersaal“ mit Terrasse und „Burgschänke“ mit Biergarten und weiterhin eine Turmbar. In der DDR-Zeit erfreute sich das Hotel "Schloss Landsberg" bei Diplomaten und Botschaftern wegen seiner Architektur und exponierten Lage großer Beliebtheit. Zu den bekannten Gästen gehörte in dieser Zeit auch die britische Soul- und Funkband "Hot Chocolate". Heute ist das Hotel wegen seiner märchenhaften Architektur ein beliebtes Ziel für Hochzeitspaare aus ganz Deutschland. Aus diesem Grund hat die Stadt Meiningen hier seit 2005 eine Außenstelle des Standesamtes eingerichtet. Zu den bekannten Gästen der letzten Jahre gehörten unter anderen Jörg Pilawa, Gunther Emmerlich, Janine Kunze und Tina Ruland.
Das Schloss Landsberg befindet sich im Besitz der gemeinnützigen „Stiftung Meininger Baudenkmäler“.