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| Schloss Friedenstein - Gotha |
Der Vorgängerbau des Schlosses Friedenstein war die Burg Grimmenstein. Eine festungsartig ausgebaute Burg die vermutlich im 11. Jahrhundert gebaut wurde. Sie wurde aber im Jahr 1567 dem Erdboden gleich gemacht da sich Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha („Ernst der Fromme“) für einen Schlossneubau entschloß. Geplant wurde der Neubau von den Architekten Caspar Vogel und ausgeführt durch den Baumeister Andreas Rudolph. Der Grundstein für Schloss Friedenstein wurde am 26. Oktober 1643 um 12 Uhr gelegt. Die Namensgebung des Schlosses kam zustande, weil der Herzog von den Zerstörungen durch den Dreißigjährigen Kriegs genervt war und sich nach Frieden sehnte. Dieser Ausdruck spiegelte sich im Namen des Schlosses wieder und auch in der „Friedenskuss“-Darstellung am Nordportal, welche 1650 anlässlich des Westfälischen Friedens dort angebracht wurde. Bis in das Jahr 1675 diente das Schloss Friedenstein als fürstliche Residenz für Herzog Ernst I. Von 1640 bis 1894 war es Verwaltungssitz des Herzogtums Sachsen-Gotha. Die Festungsanlagen wurden während der Regentschaft von Ernst II. abgetragen und die dadurch hinzugekommenen Flächen in die Parkanlage integriert. In dieser Zeit wurden auch eine kleine Interims-Sternwarte, ein Physikalisches Kabinett und ein ständiges Theater (im Westturm des Schlosses), welches auch von den einfachen Bürgern genutzt werden konnte, eingerichtet. Auch die Sammlungen und die Bibliothek wurden durch Ernst II. und seine Nachfolger August und Friedrich IV. ständig erweitert. Im Jahr 1646 wurde mit der Taufe des Erbprinzen Friedrich die Schlosskirche im Nordflügel eingeweiht und bereits in den Jahren 1685 bis 1697 umgebaut. Bis 1918 diente sie als Hofkirche des Schlosses. Am 26. März 1707 kam Johann Sebastian Bach nach Gotha, um eine von ihm verfasste Passionsmusik in der Schlosskirche zu dirigieren. Als die Linie Sachsen-Gotha-Altenburg ausstarb ging das Schloss an die Linie Sachsen-Coburg und Gotha über.
Verschiedene Kultur- und Forschungseinrichtungen im Schloss Friedenstein:
Historische Daten
Bestattungen in der FürstengruftDie aus vier Räumen bestehende Fürstengruft ließ Herzog Friedrich I. in den Jahren von 1679 bis 1680 unter der Kirche einrichten. In der Reihenfolge ihrer Bestattung fanden folgende Mitglieder des Hauses Sachsen-Gotha-Altenburg hier ihre letzte Ruhestätte.
In Raum 2 der Fürstengruft, dem Hauptraum, befinden sich noch zehn Kindersärge sowie zwei Särge von Erwachsenen. Aufgrund fehlender Plaketten konnten diese aber bislang noch nicht namentlich zugeordnet werden. Man geht aber davon aus das die Särge die Überreste von früh verstorbenen Familienmitgliedern enthalten.
In Raum 3 der FĂĽrstengruft wurden Folgende Verwandte des FĂĽrstenhauses beigesetzt:
SagenMit der Gruft unter der Schlosskirche sind auch zwei populäre Gothaer Sagen verknüpft. Die Grumbachs Gebeine betitelte Überlieferung berichtet, dass die Überreste des 1567 in Gotha hingerichteten Ritters und Abenteurers Wilhelm von Grumbach über 100 Jahre nach seinem Tod aus ungeklärten Gründen in die Gruft gelangten. Bis heute sollen seine Gebeine in einer unscheinbaren Holzkiste zwischen den fürstlichen Särgen stehen. Die Sage von der Ahnherrin des Schlosses (auch Die Weiße Frau auf dem Friedenstein) erzählt davon, wie jedes Mal, wenn dem Herzogshaus ein Unglück oder ein Todesfall bevorstand, aus der Gruft eine Weiße Frau heraufstieg und wehklagend durch die Räume des Schlosses wandelte. Dabei konnte sie jedoch nur von denjenigen gesehen werden, die das Unglück direkt betraf. Der Sage nach handelte es sich bei der Geistererscheinung um Herzogin Dorothea Maria von Anhalt, die Mutter des Schlosserbauers Ernsts des Frommen. Indes liegt diese gar nicht in der Gruft begraben.
Quelle: wikipedia
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