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Schloss Eisfeld - Eisfeld
 
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Das mittelalterliche Schloss Eisfeld wurde im 11. und 12. Jahrhundert auf den Mauern einer älteren Wehranlage gebaut. Als bedeutendes Baudenkmal ragt es heute auf dem höchsten Punkt der Stadt Eisfeld hervor. Verbunden ist es mit den heute noch sichtbaren Resten der Stadtbefestigungsanlage. Im Laufe der Jahrhunderte gab es zahlreiche Veränderungen. 1360 wurde ein beheizbarer Wohnraum geschaffen, 1580 der daran anschließende "Neue Bau" errichtet, der sich durch einen gewölbten Torgang zur Stadt hin öffnet. Der Küchentrakt wurde im Jahre 1555 errichtet. Der einfach gehaltene Gebäudekomplex war Amtssitz der landesherrschaftlichen Vögte, nach 1680 diente dieses Schloss auch als Witwensitz der Herzogin Sophie Albertine von Sachsen-Hildburghausen. Zuletzt war das Amtsgericht mit Gefängnis hir untergebracht. Das Schloss verfügt über einen hufeisenförmigen Grundriss, im Nordosten erhebt sich ein runder Turm mit Zwiebelhaube. Seit 1948/1949 wird das Schloss kulturell genutzt, es ist Heimstatt des Otto-Ludwig-Museums, welches 1948 unter der Leitung von Ernst Dahinten eröffnet wurde, mit einer bedeutenden regionalgeschichtlichen Sammlung.

Geschichte des Schlosses
  • 8./9.Jh. Oberhalb der fränkischen Siedlung "Asifelden" und des "Herrenhofes" entsteht eine Befestigungsanlage. Sie entwickelt sich im Mittelalter zum Stützpunkt feudaler Territorialgewalt im "Amt Eisfeld".
  • 11.Jh. Das "Steinerne Haus" (Castell Esefeld) wird an der Grenze des Grabfeldes errichtet.
  • 12.Jh. Der runde Wachturm entsteht - 1634 wird er aufgestockt und mit einer "welschen Haube" versehen.
  • 14.Jh. Burggraf Albrecht von Nürnberg läßt die Kemnate errichten.
  • 1568 folgt der "Neue Bau" mit der Tordurchfahrt.
  • 1632 brennt das Schloss beim Einfall Wallensteinscher Truppen in die Pflege Coburg aus und wird 1647-50 erneuert.
  • 1555 schließt man die Anlage nach Westen durch den "Küchenbau" und
  • 1664 nach Osten durch den Marstall ab.
  • 1683 bezieht Herzog Ernst von Sachsen-Hildburghausen mit seinem Hofstaat vorübergehend das Schloss, das 1724 zum Witwensitz der Herzogin, Sophie Albertine von Sachsen-Hildburghausen, erhoben wird.
  • 1826 wird es Amtsverwaltung und Gerichtsgebäude und erhält
  • 1886 an der Stelle des Küchenhauses ein Gefängnis.
Gedenktafel im Schlosshof
In diesem Schloss wurden von Ende 1945 bis Mitte 1946 etwa 100 schuldlose Männer und Frauen aus Eisfeld und Umgebung von der sowjetischen Besatzungsmacht gefangengehalten und gefoltert.
Viele mußten den bitteren Weg in das Speziallager II Buchenwald bei Weimar und in sibirische Zwangsarbeiterlager gehen. Einige sahen ihre Heimat nicht wieder. Erst 1955 kehrten die letzten ehemals Inhaftierten zurück.
Die Bürger der Stadt gedenken dieser Opfer von Krieg und Willkür.
Standort
Ausstattung
PLZ: 98553 GASTRONOMIE: ja
ORT: Schleusingen PARKMÖGLICHKEIT: ja
STRASSE: Burgstraße 6 SOUVENIRS: ja
LANDKREIS: Hildburghausen MUSEUM: ja
BUNDESLAND: Thüringen HOTEL: ja
STAAT: Deutschland FREI ZUGÄNGLICH ja


Aktuelles Wetter in Eisfeld

KlarKlar (64 oF • 18 oC)
Luftfeuchtigkeit: 45 %
Wind: O mit 13 km/h

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Fotos

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