Das bedeutendste Geschichtsdenkmal des südlichen Frankenwaldes, die Festung Rosenberg, wurde im Jahr 1130 erstmals in Form einen steinernen Hausen und ein Turm erwähnt. Als Gründer der späteren Festung Rosenberg gilt
Bischof Otto I. welcher auch als „Apostel der Pommern” bekannt ist und im Jahr 1189 heiliggesprochen wurde. Das steinerne Haus sollte dem Schutz der Stadt Kronach dienen, gleichzeitig aber auch als nördlichstes Bollwerk zum Schutz des Hochstiftes Bamberg errichtet werden. Der Name Rosenberg wurde erstmals in einem päpstlichen Schreiben vom 12. Juni 1249 urkundlich erwähnt. Die Erkenntnis aus dem Hussitenkrieg (1419–1434 bzw. 1439) mit einer erfolglosen Belagerung und die Erfahrungen aus dem Bauernkrieg (1525) und der Zweiten Markgrafenkrieg (1552–1555) machten die Verstärkung der Außenmauern erforderlich. Beauftragt mit dieser Aufgabe wurde im Jahr 1566 der Baumeister Daniel Engelhardt welcher schon vorher an der Plassenburg in Kulmbach mitgearbeitet hat. Die Festungsanlage wurde mit einem dritten äußeren Befestigungsring verstärkt. Das neue Zeughaus entstand unter Ernst von Mengersdorf als er die Südfront umbauen ließ. Fürstbischof Johann Phillip von Gebsattel ließ Wohnbauten errichten und den Luntenturm erneuern. Für die Bewohner des bereits 1003 erwähnten Kronach bot die Festung Schutz in allen großen Kriegen. In ihrer langen Geschichte wurde die Festung Rosenberg nie gewaltsam von feindlichen Angreifern eingenommen, jedoch befand sie sich während des Bauernkrieges 1525 durch eine List kurz in der Hand von aufständischen Bauern.<br>
Die heutige Nutzung umfaßt die Fränkische Galerie des Bayerischen Nationalmuseums, ein Informations- und Dokumentationszentrum zur Festungsgeschichte sowie ein Steinmetzmuseum. Sehenswert sind auch die unterirdischen Gänge, die fünf Bastionen und der hohe Bergfried. Auf dem Gelände der Festung finden seit 1995 alljährlich die Faust-Festspiele statt. Seit 2008 findet das Festival der Geschichte in der Festung und der Altstadt statt, das mit einem Feldlager, Märkten, einer Waffenschau, Musik und Reiterspielen die Geschichte der Stadt und der Festung nahebringt.