In der Zeit der Kelten wurde schon mit der Besiedelung des Marienbergs begonnen. Die erste Bischofskirche in Würzburg (die Marienkirche) wurde im Jahre 741 fertig gestellt. Der Grundstein für den Bau dieser gigantischen Festungsanlage wurde um 1200 gelegt. Im Laufe der Geschichte wurde die Festung mehrfach umgebaut. Die ältesten noch erhaltenen Teile sind aus dem Jahre 704 z.B. die kleine Marienkirche. Anlass für den Aus- und Umbau der Festungsanlage gibt u.a. die Erstürmung durch die Schweden während des Dreißigjährigen Kriegs im Jahre 1631. Von 1253-1719 ist die Festung Marienberg zugleich Residenz der Fürstbischöfe und gehört bis ins 19. Jahrhundert zu den bedeutsamsten deutschen Befestigungsanlagen. Nach den Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde die stark beschädigte Festung von 1950 bis 1990 wieder aufgebaut. Die Nutzung der Anlage übernehmen heute das bayrische Fürstenbaumuseum sowie das Mainfränkische Museum Würzburg.
Maschikuliturm und Kasematte (Bild 9)
Der gewaltige, viergeschossige Geschützturm wurde 1724-1729 von dem Baumeister Johann Balthasar Neumann zur Sicherung der Südflanke der Festung errichtet. Über den drei Ebenen für schwere Geschütze befindet sich eine abschließende Plattform für Gewehrschützen. Außer normalen Schießscharten befinden sich dort auch 21 senkrecht nach unten gerichtete Schussöffnungen, eben die namengebenden "Maschikulis".
An der Talseite ziert den Turm das von dem Würzburger Hofbildhauer,
Jakob van der Auvera, 1727 gearbeitete Wappen des Auftraggebers Fürstbischof
Christoph Franz von Hutten (* 19.01.1673; †25.03.1729).