Suchen
Kategorien
Adsense
Statistik
| User heute: | 5 |
| User gestern: | 7 |
| User diesen Monat: | 84 |
| Gesamt: | 2189 |
| Seiten heute: | 901 |
| Seiten gestern: | 195 |
| Seiten diesen Monat: | 4237 |
| Seiten gesamt: | 59636 |
| Robots heute: | 57 |
| Die Goldene Brücke |
Am 9. November 1989 öffnete sich die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland - überraschend und friedlich - wie es kaum jemand zu hoffen gewagt hatte. Mitglieder der internationalen Schönstattbewegung aus Thüringen und dem Landkreis Rhön-Grabfeld (Bayern) nahmen dies zum Anlaß, diesen Bildstock zu errichten. Am 6. Oktober 1991 wurde er gesegnet. Er soll an die wiedererlangte Freiheit erinnern, zur weiteren Verwirklichung der Einheit mahnen, auf das Wirken Gottes und auf die Macht des Gebetes in Dank, Bitte und Vertrauen hinweisen. Die "Goldene Brücke", (Bild 2,5,6,9), entstand als "Kunstprojekt Deutsche Einheit" mit der Intention, den Inhalt des Satzes: "Damit zusammenwächst, was zusammengehört!", sichtbar zu machen. Sie wurde eingeweiht am 9. Nevember 1996 unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl. Kein Fluß, keine Schlucht ist zu überwinden. Eine Brücke, über die man nicht gehen kann. Eine Brücke über den inneren Graben, der sich auftut in den Köpfen der Menschen, die gewaltsam auseinandergerissen waren. Als Symbol für das Zusammenwachsen der beiden ehemaligen deutschen Staaten, der beiden Teile Europas - aufgestellt in der Mitte Deutschlands, in der Mitte von Europa - überspannt sie den Grenzstein: ein Bein steht in Bayern, das andere Bein steht in Thüringen, auf dem Todesstreifen der ehemaligen Grenzsicherungsanlage. In Form und Farbe ein Gegenpol zum Wachturm, ein inhaltlicher Gegenentwurf zur Trennungsmaschine. Die Brücke ist 8 Meter hoch, 16 Meter lang und 7 Meter breit, aus Holz gebaut und mit Goldbronze bemalt. Bild 1 zeigt eine Stahlskulptur "Auf der Flucht erschossen". Der Körper eines Flüchtenden mit dem Schweißbrenner aus einer 2 cm starken Eisenplatte herausgebrannt - mitten in der Natur fällt er auf eine große leblose Betonfläche. Die Skulptur ist gewidmet allen, - die bei einem Fluchtversuch aus der ehemaligen DDR ums Leben kamen: etwa 1000 Personen. - die insbesondere im 3. Reich unter dem Vorwand "auf der Flucht erschossen" ermordet wurden. Hierzu gibt es keine Zahlenangaben - es waren sicher Zehntausende. - die es wagten, im Krieg zu fliehen, statt für eine ungerechte Sache zu kämpfen. Meist hatten sie den sicheren Tod bzw. ewige Ächtung vor Augen. Zehntausende wurden hingerichtet. Bild 7 zeigt einen Stuhl, der aus einem Haus hinausgeworfen wurde. Dieses Denkmal steht für das Thema Vertreibung allgemein. Überall auf der Welt wurden und werden Menschen aus ihrer Heimat vertrieben: Hugenotten aus Frankreich; Deutsche aus Polen; Juden aus ganz Europa; ... und letztendlich verweist das Thema auf die Anfänge der Menschheitsgeschichte, auf die Vertreibung aus dem Paradies. Ein einfaches, leicht verständliches Bild: der Stuhl versinnbildlicht die Person, die vertrieben wurde. Es ist der Stuhl dieses Mannes, dieser Frau. Der Stuhl, auf der diese Person gewöhnlich sitzt. Ihr Platz. Ihr Platz am Tisch. Ihr Platz im Heim. Ihre Heimat. Das ganze bisherige Leben - zur Tür hinausgeworfen. Das Thema wird direkt und unmittelbar verständlich gemacht. Hier, an diesem Ort bezieht sich das Denkmal auf den 50sten Jahrestag der Vertreibung von 124 Familien bzw. 492 Personen aus dem Altkreis Meiningen.
Aktuelles Wetter in HennebergGoogle MapFotos
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

Klar (66 oF • 19 oC)








